Chronologie:

Jahresrückblick 2012 zum Donaugebet am 30.12.2012

Jahresrückblick 2012 als Download verfügbar

Jahresrückblick 2011 beim Donaugebet am 25.12.2011

Jahresrückblick 2011 als Download verfügbar

Chronologie der Ereignisse 2009 bis 2010

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Das Jahr 2009 war geprägt von einem Wechselbad der Hoffnung auf einen Staustufen freien Ausbau der Donau in unserer Heimat und Erschrecken über den aggressiven Ton der Ausbaubefürworter. Der polemische Aschermittwoch, den das Hafenforum im März 2009 veranstaltete und dabei alle Kräfte des Widerstands gegen den Donauausbau verhöhnte, die Polemik der niederbayerischen CSU, angeführt vom stellvertretenden Landrat Erl, gegen den bayerischen Umweltminister Söder, waren Teil dieses Wechselbades. Diese Kampagne war wohl ins Leben gerufen, um ein Projekt schön zu reden, das gegen den Willen eines Großteils der niederbayerischen Bevölkerung, gegen die Mehrheit im Bundestag und gegen das Bayerische Umweltministerium selbst durchgedrückt werden soll: der Staustufen gestützte Donauausbau.

So hatte im Frühjahr 2009 eine Studie des Allensbach Instituts, beauftragt vom Bayerischen Ministerium für Umwelt und Gesundheit, herausgefunden, dass sich 64 % der niederbayerischen Bevölkerung gegen einen Donauausbau aussprechen. Daraufhin wurde der Umweltminister von seinen niederbayerischen Parteifreunden scharf attackiert und "verstummte". Wir nahmen dies zum Anlass, in Briefen und einer Postkartenaktion an Minister Söder und Ministerpräsident Seehofer, diesen „Ökotrend der CSU“, wie in der Passauer Neuen Presse zu lesen war, zu unterstützen. Daraufhin teilte die Staatskanzlei mit, dass sich „die Bayerische Staatsregierung für einen zügigen Ausbau der Donau ausgesprochen hat. An diesem Ziel hält sie auch weiterhin fest.“

Auch die Koalitionsverhandlungen der neu gewählten Bundesregierung in Berlin im Oktober 2009 gaben zu Hoffnung Anlass: „Bei den Koalitionsverhandlungen verständigten sich die Umweltpolitiker von Union und FDP darauf, von einem Ausbau des Flusses mit Staustufen abzusehen. Freifließende Flüsse haben einen hohen ökologischen Wert. Einen Bau von Staustufen in Elbe und Donau lehnen wir ab.“

Natürlich protestierten die Staustufenbefürworter der niederbayerischen CSU gegen diese Übereinkunft in Berlin, wie sie ja auch seit 8 Jahren die Umsetzung des Bundestagsbeschlusses von 2002 blockieren, der festlegte, die Donau zwischen Straubing und Vilshofen ohne Staustufen auszubauen.

Wir als Freundinnen der Donau warben und werben unbeirrt auch weiterhin für die Herzen der Menschen hier an der Donau. Im Donaukalender 2010 „Orte der Stille“ und im neuen Kalender 2011 „Donau – Geheimnisvolle Schönheit“ zeigen wir, dass es noch andere Betrachtungsweisen der Natur, des unserer Fürsorge anvertrauten Stromes, gibt als die Betrachtungsweise der Wirtschaftlichkeit, nämlich Achtung, Respekt vor Pflanzen, Tieren, den Bedürfnissen der Menschen nach unzerstörter Natur.

Bei den Kalendern legen wir auch ein Arbeitsblatt „Donauausbau: Dichtung und Wahrheit“ bei, das Sie im Anhang einsehen können, in dem die Unwahrheiten der Ausbaubefürworter richtig gestellt werden. Ganz wichtig war uns im Jahr 2009  die Initiierung und Unterstützung eines umweltpädagogischen Projekts durch die junge Diplom-Pädagogin Julia Plank. Sie erarbeitete eine Anleitung zur Wissensvermittlung durch Experimente und eigene Erfahrungen für Kinder und Jugendliche: DIE SCHATZKISTE  DONAU.

Dieses Projekt wurde mit Hilfe vom Bund Naturschutz bereits umgesetzt und ist ein großer Erfolg, da alle Termine in diesem Jahr ausgebucht waren. Es dient dazu, in den jungen Menschen die Liebe zur Donau und die Wertschätzung des heimatlichen Stromes wachsen zu lassen.

Die Sorge um die Donau ist auch in diesem laufenden Jahr 2010 Beweggrund für unser Handeln: Mit Hilfe von 33 Millionen Euro wird eine von der EU geförderte Untersuchung zum Donauausbau durchgeführt, in die wohl die Umweltverbände mit einbezogen sind, deren Federführung aber bei der RMD liegt, seit Jahren eine energische Betreiberin des Staustufenausbaus, wohinter eigene wirtschaftliche Interessen vermutet werden, trotz aller Einsprüche seitens der Ausbaugegner.

Immer wieder wird deutlich, dass die Organisatoren alles darauf anlegen, die Mitarbeit der Umweltverbände zu erschweren. In Zusammenarbeit mit den im Donauring zusammengeschlossenen Ausbaugegnern wollen wir weiter auf unsere weiblich kreative Art den Schutz unserer Donau unterstützen. Für dieses Engagement erhielten wir im September 2009 von der niederbayerischen SPD den „Berthold Heckscher Preis“, der mit 500 Euro dotiert war. Wir freuten uns sehr darüber.     
 
11.10.2010                                                                                                                         acb